Neuseeland hat die Einführung des regulierten Online-Casino-Marktes auf 2027 verschoben, nachdem das Online Casino Gambling Act 2026 in Kraft getreten ist. Die Verzögerung ermöglicht es den Aufsichtsbehörden, einen strengen Lizenzierungsrahmen zu implementieren, der auf fünfzehn Anbieter beschränkt ist.
Die Gesetzgebung erhielt im Mai die königliche Zustimmung, wodurch der Starttermin vom ursprünglich geplanten Juni 2026 verschoben wurde. Branchenakteure, darunter Entain, erwarten einen erheblichen Wettbewerb um die verfügbaren Genehmigungen. Die verlängerte Zeitspanne spiegelt eine bewusste Regulierungsstrategie wider, die die Prüfung der Lizenzierung und den Verbraucherschutz gegenüber einem schnellen Markteintritt priorisiert.
Regulatorischer Rahmen und Lizenzierungsgrenzen
Nach dem neuen System dürfen nur lizenzierte Unternehmen Online-Casino-Dienste für lokale Kunden anbieten. Die Regierung wird maximal fünfzehn Lizenzen ausgeben, wobei pro Anbieter höchstens drei Lizenzen vergeben werden dürfen und jede Lizenz einer einzelnen Marke entsprechen muss. Wettbewerbe um Rennen und Sportwetten bleiben von diesem System ausgeschlossen und verbleiben im Monopol von TAB New Zealand.
Die Gesetzgebung stellt genehmigten Unternehmen strenge finanzielle und operative Anforderungen. Betreiber müssen eine Glücksspielabgabe zahlen, die von 12 % auf 16 % steigt, sowie 15 % GST, eine 1,24 %ige Abgabe für Glücksspielsucht und eine 3,5 %ige Lizenzgebühr. Marketingaktivitäten unterliegen strengen Einschränkungen, darunter ein Verbot von Affiliate- und Influencer-Werbung.
Jarrod True, Geschäftsführer von True Legal, beschrieb die Gesetzgebung als einen grundlegenden Wandel von einer unregulierten Offshore-Umgebung zu einem streng kontrollierten System. Der Rahmen betont Geldwäschekontrollen und Schadensminimierung neben der Marktregulierung.